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Eigene Roh- und Baustoffe

 

Baustoffe sind das Fundament unserer industrialisierten Welt. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Firmengruppe Max Bögl mit dem Abbau und der Herstellung hochwertiger Roh- und Baustoffe. Die Leistungspalette umfasst die Rohprodukte der Sand- und Steingewinnung bis hin zu deren Veredelung in Form von hochwertigen Betonen (wie etwa unserem Umweltbeton, siehe ab Seite 114), Asphalten und ganzheitlichen Fertigelementen. Durch die firmeninterne Herstellung und den Abbau können wir selbst Einfluss auf die Qualität nehmen und die Materialeigenschaften optimal an die hohen Anforderungen unserer Baustoffe anpassen. Bei der Gewinnung von Baustoffen für Infrastrukturprojekte, Beton- und Asphaltprodukte setzen wir moderne Anlagentechnik ein, um eine hohe Verwertungsquote zu erzielen und Abraummengen zu minimieren. So erreichen wir bei Max Bögl trotz hoher Qualitätsanforderungen an die Baustoffe eine maximale Nutzung des Lagerstättenkörpers. Dabei werden die für die Rohstoffgewinnung benötigten Flächen nur temporär genutzt und können danach weiterverwendet werden. Diese Rekultivierung schafft artenreiche Lebensräume und es entstehen wertvolle Biotope, die oftmals in unserer Kulturlandschaft nicht mehr vorhanden sind. 

 

Schwimmende PV Anlage

 

it einer schwimmenden PhotovoltaikAnlage auf dem Baggersee unserer Sandgrube Schlierferhaide haben wir eine besonders nachhaltige Art der Nachnutzung einer Gewinnungsstätte geschaffen. Gleichzeitig dient sie als regenerative Energiequelle für die dort eingesetzten Anlagen für den Sandabbau.

Der umfassende Einsatz eigener Betonzusatzstoffe wie zum Beispiel Kalksteinmehl oder anderer reaktiver Zementersatzstoffe leistet nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, sondern erlaubt uns die Substitution des Zementanteils, der den Großteil der CO2 -Emissionen im Beton ausmacht. In einigen Rezepturen erreichen wir bereits eine Zementsubstitution in der Größenordnung von 70 %. Im Laufe der nächsten Jahre wollen wir den Zementersatz auf weitere Rezepturen ausweiten und den Substitutionsgrad erhöhen. Ist der Einsatz eigener Betonzusatzstoffe aufgrund der aktuellen Normung, geltender Richtlinien, Verfügbarkeit oder Produktionsbedingungen stark eingeschränkt oder nicht möglich, setzen wir auf Zemente mit reduziertem Klinkeranteil, um die Treibhausgasemissionen unserer Betone so gering wie möglich zu halten.

 

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Transportbeton: Nachhaltiger regionaler Baustoff

Transportbeton ist ein hochwertiger Baustoff, dessen Herstellung langjährige Erfahrung, erprobte Rezepturen sowie qualitativ einwandfreie Ausgangstoffe erfordert. Wir liefern unsere qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Transportbetone für verschiedene Anwendungsbereiche wie den Hochbau, den Ingenieur- und Industriebau, das landwirtschaftliche Bauen oder den Gartenund Landschaftsbau.

Bereits seit Anfang 2023 tragen unsere Betonmischanlagen das CSC-Zertifikat. Dabei handelt es sich um eine unabhängige Zertifizierung, welche die Transparenz über den Herstellungsprozess von Beton und dessen Wertschöpfungskette fördert. Zudem bescheinigt die Auszeichnung unseren Werken eine ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung entlang unserer Wertschöpfungskette. Das CSC-Zertifikat wird von den gängigen Zertifikatsstellen für Gebäude – wie DGNB, ÖGNI, BREEAM und LEED – anerkannt, wodurch der Einsatz von umweltschonendem Beton nachgewiesen werden kann.

 

Transportbeton

 

Ein Auszug unserer Maßnahmen für eine nachhaltige Transportbetonherstellung:

■ klimaschonender Baustoff: Wir verbessern kontinuierlich die Klimabilanz unseres Transportbetons durch den Einsatz von Zementen mit niedrigen Klinkergehalten, Zementersatzstoffen und Recyclingmaterial.

■ regionale Partnerschaften: Kurze Wege und zuverlässige Lieferungen durch Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und güteüberwachte Rohstoffversorgung

■ nachhaltiges Rohstoffmanagement: Beton, der früher als Abfall galt, ist heute ein Mittel zur Ressourcenschonung. Wir verwenden zertifiziertes recyceltes Gestein in verschiedenen Transportbeton-Anwendungen, bis zu 45 Vol.-% im fertigen Produkt.

■ Technologieführerschaft: Durch einen effizienten Rohstoffeinsatz, (Hochleistungs-) Zusatzmittel und Packungsdichteoptimierung schaffen wir es, Betone mit erhöhter Dauerhaftigkeit und reduzierten Emissionen zu produzieren. 

■ Beton 4.0 für gleichbleibend hohe Qualität: Digitale und sensorbasierte Qualitätsprüfung des Transportbetons mit (teil-)automatisierter Rückkopplung in die Produktion gewährleistet eine lückenlose Qualitätssicherung und trägt zur Reduzierung von unnötig gewordenen Sicherheitspuffern bei.

Der wirksame Beitrag dieser Maßnahmen zu einer nachhaltigen Betonherstellung wurde zuletzt unter anderem in Form von vier EPDs für unterschiedliche Transportbeton-Rezepturen durch das IFB Rosenheim bestätigt. Die Rezeptur mit dem niedrigsten GWP (Global Warming Potential)* von 121 kg CO2 äq/m³ weist circa 53 % weniger Emissionen als der aktuelle Branchendurchschnitt auf. 

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*Der GWP-Wert ist eine Kennzahl, die in Ökobilanzen und Umweltbewertungen verwendet wird, um die Auswirkungen von Treibhausgasen auf den Klimawandel zu quantifizieren.

 

 


 

Umweltbeton Max Bögl: Das Beste aus dem Baustoff holen

eton spielt seit unserer Unternehmensgründung vor über 90 Jahren eine zentrale Rolle und ist fest in unserer DNA verankert. Als Technologie- und Innovationsführer für nachhaltige Hochleistungsbetone gestalten wir die Zukunft dieses faszinierenden Baustoffs und damit die Zukunft von Max Bögl. Denn Nachhaltigkeit bedeutet für uns vor allem eins: Zukunftsfähigkeit.

Umwelt ist nach unserer Überzeugung alles, was den Menschen umgibt: Neben dem natürlichen Lebensraum sind das in erster Linie die Gebäude, in denen wir leben und arbeiten, unsere Produktionsstätten und Baustellen, die Infrastruktur, die wir nutzen, bis hin zur virtuellen Umgebung, in der wir uns täglich aufhalten. Nachhaltigkeit geht für uns weit über Klimaschutz und CO2 -Reduktion hinaus. Wir möchten das Bauen mit Beton für alle am Bau beteiligten Menschen in der jeweiligen Umgebung so sicher und schonend wie möglich gestalten, Verschwendung vermeiden und für unsere Kunden passgenaue und technologisch exzellente Betone produzieren.

 

Hochtechnologie

 

Dabei richten wir unsere Maßnahmen an folgenden zentralen Handlungsfeldern aus: 

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Diese Grundsätze berücksichtigen wir bei allen unseren Betonen. Mit einigen Rezepturen setzen wir jedoch völlig neue Maßstäbe, die über Branchenstandards hinausgehen und Beton zum klimaneutralen und modernen Hightech-Baustoff entwickeln. Das sind unsere sogenannten Umweltbetone.

 

Umfangreiche Anforderung an den Umweltbeton Max Bögl

Umweltbeton ist mehr. Mehr als CO2 -Reduktion, mehr als Zertifikate und mehr als Mindeststandards für nachhaltige Baustoffe. Umweltbeton ist unser Weg für nachhaltiges, modernes und zukunftsfähiges Arbeiten mit Beton. Bei unseren Umweltbetonen wird in einem standardisierten Prozess der Einsatz zahlreicher Maßnahmen aus folgenden Handlungsfeldern geprüft und ein Gesamtbild ermittelt:

 

Forschung
Ergonomie
Klima
Regionalität
Simulation
Materialeffizenz
Packungsdichteoptimierung

 

Individuelle, projektspezifische Betrachtung

Genau wie jedes Bauprojekt sind auch die damit verbundenen Umweltauswirkungen individuell. Je nach Standort kommen Transportbetone und Stahlbetonfertigteile aus verschiedenen Werken zum Einsatz. Da wir großen Wert auf regionale Ausgangsstoffe und fertigungsgerechte Rezepturen legen, unterscheiden sich unsere Betone von Werk zu Werk und selbst innerhalb eines Werks, um für jedes Bauteil und Produkt den optimalen Beton einzusetzen.

Auch die GWP-Werte von Ausgangsstoffen oder Berechnungsregeln ändern sich regeläßig. Das hat eine sehr dynamische Änderung der Branchendurchschnittswerte zur Folge. Das heißt: Was heute richtig ist, kann morgen bereits überholt sein. Anstelle von Pauschalwerten für GWP-Werte oder Einsparungen ermitteln unsere Experten exakte Werte oder Einsparungen daher tagesaktuell und erstellen projektspezifische Selbstdeklarationen für unsere Betone.

 

„Nachhaltigen Beton sehen wir ganzheitlich und projektbezogen. Mit Know-how und Technologie entwickeln wir aus eigenen Rohstoffen Hochleistungsbetone und reduzieren neben CO2 -Emissionen vor allem Materialverschwendung. Unser Ziel ist es, alle Betone bei Max Bögl zu Umweltbetonen zu machen.“

– Stefan Bögl, Vorstandsvorsitzender

grafik umweltbeton

Die Abbildung zeigt den Bereich global ermittelter GWP-Werte für Betone unterschiedlicher Festigkeitsklassen. Auch hier wird deutlich, dass es für jede Festigkeitsklasse eine große Bandbreite an GWP-Werten gibt. Diese haben wir in verschiedene Klassen von A++ bis D eingeteilt, um unsere Umweltbetone im internationalen Vergleich einordnen zu können. Als zusätzliche Benchmark haben wir die aktuellen deutschen Branchendurchschnittswerte für gängige Festigkeitsklassen integriert, die wir mit unseren Umweltbetonen zum Teil deutlich unterschreiten.

 

Selbstverständlich schaffen wir Transparenz über die CO2 -Emissionen unserer Betone. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für Gebäudezertifizierungen und der Beweis, dass wir halten, was wir versprechen. Unter anderem in folgenden Bereichen haben wir mit unseren Umweltbetonen bereits erfolgreich CO2 -Einsparungen* gegenüber Referenzbetonen gleicher Festigkeit umgesetzt:

Einsparungen

Zusammen überschreiten wir Grenzen

ben bereits operativ umgesetzten Technologien wie dem Einsatz selbstverdichtender Betone oder Zementersatz mittels eigener Stoffe, arbeitet unsere Abteilung Forschung und Entwicklung an Zukunftstechnologien wie zementfreien Betonen, neuartigen Ausgangsstoffen, Verarbeitungsverfahren oder Konstruktionsprinzipien. Doch um an der Spitze zu bleiben, brauchen wir innovative, technologieoffene und zukunftsorientierte Partner. Denn für eine schnelle Umsetzung kundenorientierter, nachhaltiger Innovationen jenseits normativer Grenzen bedarf es intensiver Kommunikation zwischen allen Beteiligten sowie spezieller Zulassungen. 

 

Forschungsthemen

Zementsubstitution

Der größte Teil der Treibhausgasemissionen im Beton kommt aus dem Zement, der als Bindemittel die Gesteinskörner miteinander verbindet. Bei der Herstellung von Zement wiederum entstehen vor allem während des Brennprozesses des sogenannten Portlandzementklinkers, der Hauptkomponente des Zements, Treibhausgase. Diese stammen dabei zum einen aus den Brennstoffen und zum anderen aus chemisch gebundenem CO2 in den Ausgangsstoffen.

Wir versuchen daher den Zementanteil in unseren Betonen so gering wie möglich zu halten und setzen auf eigene Zementersatzstoffe, sogenannte Substitute. Als Zement-Substitute eignen sich verschiedene Gesteinsmehle oder hochwertige Sekundärrohstoffe aus anderen Industriezweigen wie emahlene Hochofenschlacke aus der Stahlindustrie. Auch veredelte natürliche Rohstoffe, wie zum Beispiel aktivierte Tonminerale, stehen klassischem Zement in nichts nach. Letztere ähneln in ihrer chemischen Zusammensetzung Vulkanaschen, die bereits die Römer für ihre Bauwerke einsetzten.

Durch unsere langjährige Erfahrung in der Herstellung von Kalkstein- und Hüttensandmehl, eine eigens entwickelte Software zur Packungsdichteoptimierung sowie ein modernes Bindemittellabor konzipieren wir maßgeschneiderte Bindemittelsysteme. Das erlaubt uns, Hochleistungsbetone bei minimalen Zementgehalten herzustellen. In einigen Bereichen des Betonbaus sind sogar 100 % Substitution denkbar. Erfolgreiche Prototypen haben wir bereits hergestellt.

Zementsubstitution

Beton im Wettbewerb

Unter Baustoffen steht Beton aktuell häufig als klimaschädlich in der Kritik. Dieses negative Image hat dabei mehrere Ursachen. Häufig wird nur die Haupttragstruktur eines Gebäudes betrachtet, jedoch nicht die zusätzlich erforderlichen, baulichen Maßnahmen bezüglich Brand- und Schallschutz, Insektenfraß oder Witterung. Eine besonders stark verzerrte Darstellung ergibt sich allerdings in Ökobilanzierungen, in welchen nur die Herstellphase eines Gebäudes (Module A1-A3) betrachtet wird. Während Beton in der Nutzungsphase und insbesondere am Lebenszyklusende einen Teil der CO2 -Emissionen wieder aufnehmen und dauerhaft als künstlicher Kalkstein speichern kann, setzt zum Beispiel Holz das während des Wachstums gebundene CO2 wieder frei. Darüber hinaus wird Beton heute nahezu zu 100 % recycelt, Bauholz dagegen überwiegend thermisch verwertet.

Hinsichtlich der Erreichung der Klimaziele ist der Holzbau aus unserer Sicht nicht die effektivste Strategie. Durch die Rodung der Bäume gehen wertvolle CO2 -Senken verloren. Neu gepflanzte Bäume beginnen erst nach einigen Jahrzehnten klimawirksam CO2 aufzunehmen. Daher pflegen wir unsere Bäume, anstatt sie abzuholzen, um weiter solche CO2 -Speicher zu erhalten (siehe Kapitel 4.1 Emissionen).

Während die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung, Optimierung der Leistungsfähigkeit und CO2 -Reduktion in einigen Baustoffbereichen aus unserer Sicht eingeschränkt beziehungsweise schon nahezu ausgereizt sind, sehen wir in Beton ein enormes Innovationspotential für die kommenden Jahre. Unser Ziel ist es, Beton weiter zu einem klimaneutralen und sicheren Hochleistungsbaustoff zu entwickeln.

Beton im Wettbewerb

Qualitätssicherung und Zentrallabor

ur Sicherung und kontinuierlichen Steigerung unserer herausragenden Baustoffqualität überwacht unser Zentrallabor die Qualität unserer Produkte Beton und Asphalt sowie die Projekte im Erdbau. Dabei betreuen und beraten die Kollegen unsere Baustellen, Beton- und Asphaltmischanlagen, Fertigteilwerke und Gewinnungsstätten deutschlandweit. Auch die Eigenüberwachung selbst produzierter Betonzusatzstoffe wie zum Beispiel Kalksteinmehl gehört zum umfangreichen Leistungsspektrum des Zentrallabors als interner Dienstleister. Nachfolgend einige Beispiele des Aufgabengebiets im Bereich der Gesteine und Betone:

Gestein

■ Prüfung physikalischer und chemischer Eigenschaften zur Charakterisierung der verwendeten Gesteinskörnungen (zum Beispiel Korngrößenverteilung, FrostTausalz-Beanspruchung)

■ werkseigene Produktionskontrolle (WPK) für unsere Gewinnungsstätten als Instrument der Qualitätssicherung

■ Begleitung von Großversuchen als Entscheidungsgrundlage für Investitionen in neue Aufbereitungstechnik

Beton

■ betontechnologische Betreuung der Projekte

■ Entwürfe und Optimierungen von Betonrezepturen

■ Anwendung von Spezialbetonen mit gesonderter bauaufsichtlicher Zulassung, zum Einsatz von innovativen und nachhaltigen Produkten und Bauweisen

■ Frisch- und Festbetonprüfungen nach Norm, sowie Spezialprüfungen zur Charakterisierung der Dauerhaftigkeit (zum Beispiel CDF, RCM, Betondeckungsmessung)

 

Betontechnologie

Industrielles Bauen

urch das Zusammenwirken der nachhaltigen Baustoffe mit innovativen und standardisierten Bausystemen sowie industriellen Prozessen realisieren wir für unsere Kunden nachhaltige Produkte. Dabei lösen wir uns von konventionellen Bauweisen und optimieren mit Hilfe von industriellen Abläufen unsere Effizienz und Qualität für eine termingerechte Leistungserbringung.

Bisher war die Baubranche eher durch handwerkliche Strukturen und Prozesse geprägt. Aufgrund der steigenden Kundenanforderungen hinsichtlich kürzerer Bauzeiten unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen als auch umweltbedingten Einflüssen, wird aus unserer Sicht eine konsequente msetzung industrieller Ansätze vorausgesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu gewährleisten.

Zudem sehen wir im industriellen Bauen die Chance, unser Unternehmen für Mitarbeiter noch attraktiver zu gestalten. Es bietet uns den Rahmen für ergonomisch gestaltete und sichere Arbeitsplätze und Prozesse. Daher verstehen wir ein Bauwerk auch als Produkt wie unsere systematisierten Logistik- oder Produktionshallen, Wohngebäude, Brücken oder Hybridtürme. Ein Produkt stellt für uns eine Gesamtlösung dar, die nach unserem standardisierten Ablaufprozess geschaffen wird.

 

Serielles Bauen

 

Hierbei steht insbesondere die Art und Weise wie wir unsere Produkte bauen und produzieren im Vordergrund. Wir setzen dabei auf modulare und standardisierte Bausysteme. Damit erreichen wir eine hohe bautechnische Qualität, kurze Planungs- und Produktionszeiten und einen effektiven Einsatz der verwendeten Ressourcen und Materialien. Gleichzeitig bieten wir damit auch vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten.

Wir richten uns gezielt an den Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden und des Marktes aus und kombinieren diese mit unseren Stärken, Kompetenzen und Technologien. Dabei haben wir nicht nur einzelne Phasen wie die Herstellung oder den Betrieb im Blick, sondern den kompletten Lebenszyklus. Die entscheidenden Weichen werden in den frühen Leistungsphasen gestellt. Daher gilt es, die relevanten Aspekte bereits bei der Planung der Bauwerke mitzuberücksichtigen. Durch unser breites Leistungsspektrum haben wir die Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt – abzuwickeln und positiv zu beeinflussen.

Im Mittelpunkt steht hierbei stets der Kernwertschöpfungsprozess, getreu dem Motto „Der Prozess ist der Chef“. Durch die Standardisierung von Bauteilen ermöglichen wir ndustrielle Prozesse und erreichen trotzdem individuelle und kundenspezifische Lösungen. Zu den Voraussetzungen des industriellen Bauens gehören unter anderem störungsfreie Prozesse, die auf klar definierten Standards aufbauen.

Um dies zu erreichen, setzen wir in unseren Projekten auf standardisierte Prozesse - von der Akquisephase bis zum Ende der Gewährleistungsphase. Hierdurch schaffen wir es, eine verbesserte interne und externe Zusammenarbeit und eine erhöhte Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Mit unserem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem stellen wir unsere Prozessstabilität und die Erfüllung der Kundenanforderungen sicher. Unterstützt durch die Implementierung der Lean-Philosophie in unsere Firmengruppe schaffen wir es, Verschwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren und unsere Abläufe kontinuierlich zu verbessern. Hierbei unterstützen uns Methoden und Werkzeuge wie etwa die Taktplanung oder das Shopfloor Management („maxpoint“). Zudem legen wir, wie im Kapitel 5.1 Sicherheit und Gesundheit beschrieben, nicht nur größten Wert auf sicher gestaltete Arbeitsplätze, sondern auch auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter.

Unsere Strategie Bau+X heißt für uns auch, dass wir das „klassische“ Bauen weiterentwickeln und auf eine industrielle Bauweise setzen. Deshalb haben wir Themen definiert, welche das industrielle Bauen für uns charakterisieren. Umso besser das Zusammenspiel dieser Themen, desto effizienter, reibungsloser und nachhaltiger erfolgt die Umsetzung für alle Beteiligten.

 

 

 

 

Produktdenken

Produktdenken bedeutet für uns die Betrachtungsweise eines Bauwerks als Produkt, welches aus Standardelementen konfiguriert ist und dabei die individuellen Kundenwünsche erfüllt. Hierdurch haben wir auch die Möglichkeit, unsere Prozesse zu standardisieren und den Einsatz von Material und Ressourcen effizient zu gestalten

Produktdenken
Vorgefertigt

 

 

 

Vorgefertigt

Unter Vorgefertigt verstehen wir die Herstellung und Vorbereitung von Einzelbauteilen sowie ganzen Baugruppen, um sie anschließend zu einem Produkt zusammenfügen zu können. Hierdurch schaffen wir es unter anderem, Arbeitsinhalte von der Baustelle in die Vorfertigung zu verlegen und unseren Mitarbeitern ein ergonomisches Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

Automatisiert

Wir arbeiten automatisiert und setzen Maschinen, Systeme und Roboter ein, um Arbeitsprozesse durchzuführen, welche sonst manuell durchgeführt werden. Dies bietet uns die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter von strapazierenden Arbeitsschritten zu entlasten.

Automatisiert
Getaktet

 

 

 

Getaktet

Unser getakteter Herstellungsprozess ist gleichmäßig an den Kundenanforderungen ausgerichtet und umfasst einzelne Bauteile bis hin zu ganzen Produkten. Durch die Abstimmung der einzelnen Prozessschritte erzielen wir eine Harmonisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, welche wiederum zu einer schlanken Bauabwicklung und einem effizienten Ressourceneinsatz führt. 

 

 

 

 

 

 

Digital und Vernetzt

Digital und Vernetzt ist für uns der elektronische Austausch von Informationen zwischen mehreren Maschinen oder Systemen. Diese Informationen nutzen wir unter anderem in der Planung unserer Produkte, um hier frühzeitig den ökologischen Fußabdruck transparent zu machen und bei Abweichungen gegensteuern zu können.

Digital und Vernetzt

 

Digitale Planung

Die Bauindustrie befindet sich im Wandel, da die Größe und Komplexität von Bauwerken stetig zunehmen. Daher ist eine lückenlose Weitergabe von Informationen über den gesamten Lebenszyklus und die Schaffung eines digitalen, kollaborativen Arbeitsumfelds für einen nachhaltigen Prozess entscheidend.

Hier kommt Building Information Modeling (BIM) ins Spiel. BIM basiert auf einem dreidimensionalen virtuellen Modell mit geometrischen und semantischen Informationen.

■ Interoperabilität und Innovation: BIM ermöglicht die nahtlose Zusammenarbeit zwischen allen Projektbeteiligten und fördert innovative Methoden zur Datenweitergabe.

■ Mithilfe von modellbasierten Visualisierungen und Analyseverfahren werden komplexe Nachhaltigkeitsthemen für alle Projektbeteiligten bereits in früher Projektphase greifbarer gemacht.

 

Digitale planung

 

Green BIM bei Max Bögl

Wir bei Max Bögl setzen Green BIM-Modelle ein, um Nachhaltigkeitsplanung während der gesamten Projektabwicklung umzusetzen.

Damit soll unter anderem auch dem Circular Economy Action Plan (CEAP) Rechnung getragen werden, der 2020 von der EU eingeführt wurde und mit dem sich die Baubranche in den kommenden zehn Jahren vom linearen Modell der Materialnutzung (Linear Economy) lösen und zu einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) entwickeln soll. Damit kommt dem Recyclingpotenzial der Materialien besondere Bedeutung zu.

m die Kreislaufwirtschaft in den Projekten abbilden und optimieren zu können, sind wir seit Mitte 2022 Innovationspartner von Madaster, dem „Grundbuch der Materialien“. Madaster ermöglicht die modellbasierte Ermittlung der Kreislaufwirtschaft von Bauwerken durch die automatische Verknüpfung von Bauteilelementen mit Materialien und Produkten. Die Berücksichtigung des biologischen und technischen Lebenszyklus der Materialien und Produkte führt zu einem hohen Zirkularitätsindex und damit zu mehr Nachhaltigkeit. Madaster unterstützt darüber hinaus die Einhaltung von QNG- und EU-Taxonomie-Anforderungen und liefert Informationen für den Gebäuderessourcenpass der DGNB.

 

green bim
BIM