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Hallensystem Bög

Wir planen und bauen wertstabile und systematisierte Logistik- und Produktionshallen. Durch unsere mehrfachen DGNB Gold-Zertifizierungen halten diese vielfältige Nachhaltigkeitsstandards ein.

Die Konstruktion der Hallen erfolgt dabei nach dem Baukastenprinzip, bei dem wir unsere Fertigteile bereits im Werk maßgenau vorfertigen. Dies garantiert uns eine möglichst kurze Bauzeit. Der Freiraum zur individuellen Anpassung der Kunden ist trotz des hohen offsite Manufactoring zu 100 % gegeben.

Kernelement des Hallenbaus sind von uns entwickelte Bauteilkonstruktionen wie beispielsweise die standardisierte Stütze. Diese spart durch eine effiziente Bewehrungsführung und hochfesten Beton deutlich Ressourcen ein. In neun der 16 Bundesländer gilt bereits heute eine Pflicht zur Installation einer PV-Anlage auf Gebäuden. Daher sind unsere Hallensysteme mit den Stützen so konstruiert, dass die Lasten, die dadurch entstehen, abgetragen werden können. Verbindungen des Dachtragewerks mit den Stützen sind form- und kraftschlüssig, das erleichtert einen späteren Rückbau.

 

Der Beton für die Fertigteile der Halle wird unter Einsatz der werkseigenen Mischanlagen hergestellt. Max Bögl ist das einzige Unternehmen in der Baubranche, welches über eine solche Anlage verfügt. So sind Querschnitte der Fertigteile kleinstmöglich umsetzbar, was den CO2 -Ausstoß im Vergleich zu anderen hochfesten Betonen deutlich reduziert. Die lückenlose Zusammenarbeit der internen Bereiche wie Forschung und Entwicklung, Roh- und Baustoffe und Fertigteilwerke ermöglicht eine Reduzierung der Emissionen bei unseren optimierten Betonbauteilen wie Sockelwandelementen, Stützen, Träger, Binder oder Pfetten.

Die Logistik- und Produktionshallen verfügen über neue Heiz- und Lüftungskonzepte, bei denen durch die geschickte Kombination der Konstruktion beziehungsweise Gebäudehülle und der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ein ökologisch und ökonomisch wertvolles Gebäude entsteht. Damit werden sie allen gesetzlichen, förderbedingten oder auch speziellen Kundenanforderungen wie dem GEG, EG 40, EG 55 oder Passivhaus gerecht. Zur Beheizung kann unter anderem Geothermie, das Gegenspiel von Luft und Wasser sowie Wasser und Sole genutzt werden. 

 

Mit dem Naturwärmespeicher Bögl bieten wir Kunden ein weiteres innovatives Produkt an, das ebenso in das von uns entwickelte Heizsystem integriert werden kann. Durch die Kopplung der Elemente Luft, Wasser und Erde in Zusammenspiel mit Ventilatoren kann der Gebäudebetrieb ganzjährig energieeffizient, versorgungssicher und wartungsarm durchgeführt werden.

Wir liefern die Bauteile just-in-time und schonen somit den Flächenbedarf für Lagerflächen. Bei der Montage direkt vom Auflieger aus entsteht zudem weniger Verpackungsmüll. Durch die Vorproduktion vermeiden wir umfangreichere Lieferungen von Stahl, Beton oder Schaulungen und schonen damit aktiv umliegende und angrenzende Orte und Nachbarschaften. Unsere einzigartige Anbindung an Bahnund Wasserstraßen ermöglicht außerdem eine nachhaltige Lieferung der Bauteile.

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eg 40 und eg55

Die Einsparungen sind unter anderem durch eine spezielle Rezeptur bei dem Hauptemittent, der Bodenplatte, möglich. Hier liegt der GWP bei circa 121 kg CO2 äq/m3, was bereits dem Level 3 der nachhaltigen Betone gemäß CSC entspricht. Diese Rezeptur wurde mit einer EPD des IFT Rosenheim verifiziert.

 

Rewe Zentrallager

 

 


 

 

Innovative Bemessungskonzepte zur Reduzierung des Ressourcen- und Materialeinsatzes

Im Rahmen unserer kontinuierlichen Bemühungen zur Nachhaltigkeit verfolgen wir bei Bauteiloptimierungen das klare Ziel, die Statik gezielt zu nutzen und eine nachhaltige Konstruktion zu entwickeln. Dadurch ermöglichen wir erhebliche Ressourcen- und Materialeinsparungen. Diese Herangehensweise erstreckt sich über sämtliche Phasen – von der Produktion über den Transport bis hin zur Montage.

Die erzielten Ergebnisse sprechen für sich: Durch diese ganzheitliche Betrachtung konnten wir Bewehrungsmengen um mehr als 50 % reduzieren ohne dabei die Stabilität und Robustheit der Bauteile zu beeinträchtigen. Ein solcher Erfolg ist das Resultat unserer langjährigen Erfahrung in der Fertigteilebranche sowie unserer konsequent hohen Qualitätsstandards in Bezug auf Betone und Produktionsprozesse. Unsere Expertise ermöglicht es uns, nachhaltige Bauprojekte zu realisieren, indem wir innovative Lösungen mit höchsten Qualitätsansprüchen verbinden

Rohbau mit Betonfertigteile
50 Prozent Reduzierung

 

Systemparkhaus

Durch die integrale Planung des Systemparkhauses – bei der ein Team aus Vertrieb, Kalkulation, Einkauf, Projekt- und Bauleitung sowie Wartung zusammenarbeitet – und dem damit verbundenen optimalen Materialeinsatz ermöglichen wir eine ressourcenschonende und gleichermaßen wirtschaftliche Umsetzung.

Die Bauweisen unserer Systemvarianten sind modular und daher schnell an Kundenwünsche anpassbar. Einzelne Bauteile des Systemparkhauses werden dabei mehrfach genutzt. So wird das Trapezprofilblech, das der Aufnahme unserer hocheffizienten LEDBeleuchtung dient, sowohl als Kabelkanal als auch als statisch tragende Aussteifung für die Deckenträger genutzt. Das reduziert den Materialeinsatz.

Je nach Planung eines PKW- oder Van-Parkhauses werden standardisierte Lösungen in der Entwicklung des Gebäudes berücksichtigt. So kann die Produktion in kurzer Zeit hochgefahren und die insgesamte Bauzeit verkürzt werden.

Parkhaus

 

Speziell für den Einsatz im Systemparkhaus haben wir einen Beton mit eigener Zulassung entwickelt. Da dieser das Eindringen von Chloriden auch ohne Schutzschicht verhindert, können wir gänzlich auf eine spätere Beschichtung verzichten.

Das Systemparkhaus ist so konstruiert, dass der Stahlbau ausschließlich verschraubt wird. Das erlaubt später eine leichtere Demontage. Die Löcher für die Gewindestangen werden von einem eigens entwickelten Bohrwagen millimetergenau eingebohrt und eingeklebt, sodass die Stützen einfach mit den Fundamenten verschraubt und verankert werden können. So ist auf der Baustelle lediglich eine Endmontage nötig.

Ökobilanz

 

Sonderbauten

 

 

 

 

Angesichts des zunehmenden Flächenbedarfs sehen wir einen Trend bei der Umsetzung von mehrgeschossigen, großflächigen Industrie- und Produktionsgebäuden. Zahlreiche Projekte, die wir bereits realisiert haben, bestätigen diese Annahme. Bei allen diesen mehrgeschossigen Gebäuden kamen für den Bau der Decken unsere π-Platten zum Einsatz.

Dank unserer Philosophie und unseres Baukastenprinzips mit vielfältig einsetzbaren Bauteilen und einem reibungslosen Zusammenspiel diverser Abteilungen sind wir bei Max Bögl in der Lage, die unterschiedlichsten Anforderungen beim Bau in die Höhe zu erfüllen. So sind etwa der Hochbau mit  unseren eigenen Produktionsbetrieben wie den Fertigteilwerken und dem Stahlbau sowie Fachabteilungen wie das Technische Büro und die Abteilung Haustechnik zusammen mit weiteren Beteiligten an der Realisierung der Sonderbauten beteiligt. 

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Sonderbau

 

 


 

π-Platten

Unser Anspruch nach standardisierten Produkten ermöglicht eine industrielle Fertigung und die damit verbundene Sicherstellung der hervorragenden Qualität – wie etwa bei unseren π-Platten.

Durch die Komplettanfertigung aller Bestandteile in unseren Werken lassen sich Transportwege verkürzen und CO2 -Emissionen reduzieren. Für alle π-Platten fertigen wir zudem digitale Zwillinge an, welche die folgenden Vorteile bieten:

■ detailliertere Planung

■ projektspezifische Anpassung

■ effektivere Umsetzung

Durch unsere hohe Betonkompetenz, eigener moderner Versuchslabore, den neuesten Produktionstechnologien und der ausschließlichen Verwendung von EndlosCoils in der Mattenschweißanlage (MSA) konnten wir den Bewehrungsanteil um bis zu 15 % sowie die Einzelteile um 66 % reduzieren. Standardparameter erlauben die Verwendung von Stahlschalungen, welche sich über Jahre verwenden lassen. Dadurch können wir π-Platten nachhaltiger produzieren. Durch den Einsatz unserer selbstverdichtender Betone schonen wir aktiv unsere Mitarbeiter und erhöhen somit deren Zufriedenheit (siehe Kapitel 6.1 Nachhaltige Baustoffe und Bausysteme). Die detaillierte Planung stellt zudem eine hohe Genauigkeit bei der Ermittlung der benötigten Betonmenge sicher, sodass keine Restmengen übrigbleiben. Die speziellen Abmessungen der π-Platten ermöglichen einen Transport mit normalen LKWs. Sondertransporte mit einem Begleitfahrzeug werden somit nicht benötigt. Darüber hinaus sind sie stapelbar, das vereinfacht Zugtransporte.

Unsere industrielle Fertigung und die damit verbundene Standardisierung vermeiden Zusatzarbeiten auf der Baustelle, was die Effektivität im Bauablauf steigert und Ressourcen einspart. Außerdem können die Bewehrungen für den Ortbeton bereits auf dem Fertigteil mittransportiert werden. Damit lassen sich separate Listen- beziehungsweise Lagermatttentransporte sowie einige Kranhübe einsparen.

 

TT Platten