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Energietrassen

Bei dem Bau unserer Energietrassen setzen wir Nachhaltigkeit auf vielfältige Weise um. 

 

Einsatz eines Schreitbaggers

Der Einsatz von Schreitbaggern in der kurzen Bauweise (Haltungslänge circa 6 m) beim Kanal- und Rohrleitungsbau und bei Energietrassenprojekten im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise mit einer Haltungslänge von circa 20 m ermöglicht eine deutliche Reduktion von Baggern und LKWs. Damit verbunden ist eine Einsparung des Dieselverbrauchs um circa 70 % sowie eine CO2 -Reduktion von 167 kg pro laufendem Meter bei einer bilanzierten Vortriebsleistung von 9,2 m pro Tag.

 

 „Mudcleaner“ Aufbereitungs-LKW

Der Entsorgung von anfallenden Schlämmen aus dem HDD-Bohrverfahren in der geschlossenen Bauweise (etwa bei Straßen und Gleisquerungen) kommt ufgrund stark eingeschränkter Entsorgungsmöglichkeiten eine immer größere Bedeutung zu. In der für die Bauindustrie einzigartigen, konzerneigenen „Mud-cleaner-Einheit“ werden die anfallenden Bohrschlämme direkt auf der Baustelle über Speisepumpen und einem vorgeschalteten Rüttler einer Zentrifuge zur mechanischen Entwässerung zugeführt. Die so in der Masse um 70 % reduzierten mineralischen Stoffe werden einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Die mit Bentonit angereicherte, abgeschiedene Flüssigkeit gelangt in den Vorlagebehälter und wird als Bohrsuspension wiederverwendet. So können bis zu 90 % an Wasser, welches zur Herstellung einer Bohrspülung benötigt wird, eingespart werden.

 

Stoffstrombörse und Digitales Dashboard

Unsere Stoffstrombörse, die 2024 um ein selbst entwickeltes digitales Dashboard ergänzt wird, hat die Aufgabe die Anzahl von Transporten, Frachtkilometern und den damit verbundenen Dieselverbrauch signifikant zu reduzieren. Dies gelingt durch eine intelligente Lenkung und Optimierung der entsprechenden Stoffströme sowie durch die Überwachung und Dokumentation der auf der Baustelle eingesetzten Arbeitsgeräte und LKWs. So emittieren wir bereits heute über die Börse je vermittelte Tonne Boden 0,5 kg CO2 weniger. In Kombination mit dem Digitalen Dashboard werden wir zukünftig diesen Wert weiter steigern können. 

 

Alternative Stromversorgung auf Baustellen

Neben einer herkömmlichen Stromversorgung kann eine Baustelle auch über Photovoltaikpanels inklusive Regelung und Batteriespeicher auf Bau- und Wohncontainern mit Energie beliefert werden. Bei der Erstellung von Freileitungsfundamenten werden Photovoltaikhybridaggregate verwendet, bei denen ein zusätzlicher Dieselantrieb eine lückenlose Energieversorgung garantiert. Der Stromversorgung für die Wasserhaltung kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu. Das Einsparpotential pro aufgesetztem Containerpanel liegt laut Herstellerangabe bei durchschnittlich 2.300 kWh pro Jahr (entspricht circa 1 t CO2 ). Die Reduktion von CO2 bei Betrieb eines Photovoltaik-Hybridaggregats im Vergleich zum klassischen Dieselaggregat beträgt in Abhängigkeit von der Tageslichtausbeute und den angeschlossenen Verbrauchern circa 60 %.

 

70 Prozent einsparung
2300 kwh einsparung
Energietrasse

 

Straßenbau

Wir bei Max Bögl führen Straßenbauarbeiten nicht einfach nur nach dem aktuellen Stand der Technik sowie den vertraglichen Vorgaben aus. Wo es möglich ist, setzen wir darüber hinaus neueste Forschungsergebnisse um, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten:

-ressourcenschonende Gestaltung der Asphalt-Rezepturen durch exakte Kenntnisse der Gesteinseigenschaften

-exakte Abstimmung von Bindemittelgehalt und Mineralstoffen zur optimalen Nutzung der energieintensiven Ressource Bitumen 

-Temperaturabsenkung des Mischguts bei gleichbleibenden Eigenschaften

-kontinuierliche Weiterentwicklung der Recyclingquote und Langlebigkeit der Produkte

-Zuschlagstoffe für bituminöse Trag- und Binderschichten stammen aus firmeneigenen Steinbrüchen, um den Transportweg so gering wie möglich zu halten. 

-Verwendung von Recyclingasphalt (RCMaterial) beim Neubau oder der Reparatur von Straßen. So kann ein besonders hoher Anteil an Asphaltgranulat in neuen Asphaltschichten erreicht werden, ohne neue Zuschlagstoffe zu benötigen. Auch das im Granulat enthaltene Bitumen kann so wieder genutzt werden. 

 

Bei der Verarbeitung von Asphalt erreicht Max Bögl zwei zentrale Nachhaltigkeitsziele, die weit über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Die Asphaltmischanlage BA 4000 von Benninghoven kann hohe Mengen an Recyclingmaterial verarbeiten und senkt durch ihre innovative Technik spürbar die CO2-Emissionen.

Zum Einbau des Mischguts werden moderne Vibrationswalzen, die mittels ensorischer, fortlaufender Temperaturmessung das optimale Fenster zur Verdichtung ermitteln, verwendet. Darüber hinaus sind die Walzen digital untereinander vernetzt, sodass Flächen nicht überflüssig oft überfahren werden. Der eigene Fuhrpark wird in der firmeneigenen Werkstatt regelmäßig gewartet und ist in Bezug auf Motorentechnik und Abgasreinigung stets auf dem neuesten Stand. 

 

straßenbau

 

Modulbrücken

Mit der Modulbrücke haben wir ein innovatives und nachhaltiges Brückensystem entwickelt. Wesentliche Bauteile werden in einer Baufabrik auf Grundlage einer parametrisierten und digitalisierten Planung in einem industriell optimierten Prozess gefertigt und vor Ort zusammengefügt. 

Das verringert die Bauzeit um bis zu 70 %. Durch die hohe Qualität der Bauteile können außerdem aufwändige Unterhaltungszyklen entfallen.

Die Lieferung der Grundbaustoffe Stahl und Zement zur Herstellung der Modulbrücken erfolgt schon heute überwiegend auf dem Schienenweg und auch beim Transport der Bauteile wird zunehmend auf die Bahn gesetzt. Optimale Bauteilgewichte, erreicht durch unsere Materialeinsparungen, sorgen dafür, dass die Transportmöglichkeiten besonders effizient genutzt werden. Bei der Herstellung des Stahls ist der Übergang vom klassischen Hochofenstahl zum grünen Elektrostahl schon in vollem Gange. Zudem folgen die Umweltbetone für unsere Modulbrücken unserem 10C-Apporach, eine Weiterentwicklung des 5C-Approach der Zementindustrie: weniger fossile Brennstoffe bei der Klinkerproduktion, kombiniert mit weniger Klinker im Beton sowie weniger Zement im Beton und weniger Beton in der Konstruktion.

Die Fahrbahntafel der Modulbrücke Bögl besteht aus einzelnen direkt befahrbaren Fahrbahnplattenmodulen. Durch die Integration der Brückenkappen und den Verzicht auf Abdichtung und Belag wird nicht nur Bauzeit eingespart, sondern es können auch gegenüber althergebrachten Brückensystemen wesentliche Sanierungsintervalle innerhalb des Lebenszyklus entfallen. 

Die einzelnen Fahrplattenmodule können im Bedarfsfall separiert und repariert werden, ein wichtiger Faktor einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, in der die Komponenten eines Produkts wiederverwendet, weiterverteilt, repariert oder recycelt werden. Bedingt durch die Verkürzungen der Bauzeit und dem Entfall von wesentlichen Unterhaltungsarbeiten – wie dem regelmäßigen Austausch der Geh- und Radwegkappen sowie der Erneuerung von Abdichtung und Belag – wird der Verkehrsfluss im Lebenszyklus einer Modulbrücke Bögl weniger gestört. Dadurch wird eine wesentliche Verbesserung des CO2 -Fußabdrucks im Vergleich zu traditionellen Baumethoden erreicht.

 

Modulbrücke

 

Bodengefriertechnik: Boden- und grundwasserschonendes Bauverfahren – Alles aus einer Hand!

Durch die zunehmende Urbanisierung sind Baumaßnahmen unter oder direkt neben bestehenden Gebäuden keine Seltenheit. Dabei müssen vorhandene unterirdische Strukturen unter beengten Bedingungen und in unmittelbarer Nähe des öffentlichen Verkehrs ergänzt oder erweitert werden. Die Firmengruppe Max Bögl bietet mit der Bodengefriertechnik ein erprobtes und sicheres Verfahren für die Erstellung von Bauwerken bei schwierigen Baugrundverhältnissen und komplexen Randbedingungen. Indem der Boden temporär gefroren wird, entstehen wasserdichte und tragende Strukturen. Das Verfahren ist chemisch neutral und umweltverträglich. Nach dem Auftauen verbleiben keine störenden Einbauten im Boden. Boden und Grundwasser werden nicht beeinflusst oder verändert.

Max Bögl als führendes Bauunternehmen verfügt über ein umfangreiches Portfolio an eigenen Maschinen und Geräten. Diese sind speziell für die Anwendung der Bodengefriertechnik entwickelt und erprobt. Standardisierte Bauteile, die temperaturgeregelte Stickstoffdosierung, Mehrwegleitungssysteme sowie Mess- und Regeltechnik werden kontinuierlich weiterentwickelt und bilden den Grundstein für Fortschritt. Die modularen Leitungssegmente für Stickstoff- und Soleverfahren ermöglichen eine standardisierte Planung, Kalkulation und Montage. Darüber hinaus sind die hochwertigen Elemente wiederverwendbar und somit ressourcenschonend. Damit vermeidet das Unternehmen marktübliche Einweg-Systeme.  

Zentrale Komponente bei Solevereisungen sind die Gefrieraggregate. Diese sind auf Basis unserer langjährigen Expertise speziell für Bodenvereisungen konzipiert und abgestimmt. Sie verfügen über einen wesentlich günstigeren EER-Wert (Energy Efficiency Ratio) als marktübliche Aggregate. Beim Gefrieren des Bodens werden in den Gefrieraggregaten die natürlichen Kältemittel Ammoniak (R717) und Kohlendioxid (R744) verwendet. Diese weisen mit einem GWP von 0 (Ammoniak) und 1 (Kohlendioxid) einen deutlich geringeren Wert auf als beispielsweise das Kältemittel R507A (GWP: 3.985).

 

 

Bodenvereisung
Bodenvereisung
Bodenvereisung

 

 

Nachhaltigkeit im Steilkurvenbau (SMB)

Aus der jahrelangen vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit der Unternehmen STRABAG und Max Bögl beim Bau von Prüfgeländen für die Automobilentwicklung ist 20XX die gemeinsame Firma SMB Construction International hervorgegangen. In diesem speziellen Segment des Straßenbaus kommen ausgereifte Bautechniken und innovative Gerätschaften zum Einsatz, die den hohen Anforderungen der Automobilbauer gerecht werden.

Der Oberbau von Steilkurven birgt für die Mitarbeitenden einige Risiken. Als wichtigstes gemeinsames Ziel haben wir uns daher die Arbeitssicherheit aller Beteiligten gesetzt. Aber auch die Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle bei der Umsetzung. Für den Bau der Steilkurven sind natürliche Ressourcen notwendig. Hier stellen wir uns bei jedem Projekt der Herausforderung neu, so materialschonend wie möglich zu agieren.

Steilkurvenfertigung
Steilkurve

 

Bereits bei der Planung eines Testgeländes mit den dazugehörigen Steilkurven sind große Ressourceneinsparungen möglich. Dazu beraten wir die potenziellen Prüfgeländebetreiber und ihre planenden Ingenieurbüros bereits im Vorfeld aktiv. So hat etwa die Höhe des Prüfgeländes Auswirkungen auf den Erdbau. Mit einer vorausschauenden Planung ermöglichen wir den Ausgleich von Abtrags- und Auftragsböden, sodass fehlendes Material weder von außen zugefahren noch überschüssiger Boden von der Baustelle abgefahren werden muss.

Durch unsere technischen Fähigkeiten können wir Steilkurven mit einer Querneigung von 49° (circa 115 % Steigung) bauen. Diese haben kleinere Radien als Kurven mit einer geringeren Neigung, sodass weniger Fläche und damit weniger Material für das Testgelände benötigt wird.

Das größte Potenzial zur Einsparung von Ressourcen erzielen wir seit vielen Jahren bei der Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Fahrbahn. Durch die Nutzung bester Materialien und unserer optimierten Einbaumethode kann die Fahrbahn über einen langen Zeitraum von mehr als 20 Jahren ohne Einschränkungen genutzt werden. So werden etwa die Schichten über den gesamten Querschnitt der Steilkurve (bis 18 m) in einer Breite hergestellt, das bedeutet der Einbau erfolgt fugenlos ohne Längsnähte. Diese Art des Einbaus verhindert die typischen Schwachstellen jedes Straßenbaus: Die Ausbildung von Nähten, durch die Wasser und Frost eindringen können. Die Deckschicht, als oberste die gefährdetste Lage des Asphaltes, stellen wir regelmäßig im 24-Stunden Einbau her, auch das verringert den Bedarf an Quernähten.

 

 

Verkehrszeichenbrücken

 

ür unsere Verkehrszeichenbrücken verarbeiten wir aktuell über 40.000 t Stahl pro Jahr. Durch unseren hohen Vormontagegrad liefern wir sie just-in-time und fertig vormontiert auf die Baustelle. So wird die Dauer der Autobahnsperrungen während des Aufstellens auf ein Minimum reduziert, was sich positiv auf schon stark belasteten Verkehr auswirkt. Auf Kundenwunsch montieren wir auch bereits im Vorfeld die Anzeigetafeln.

Unsere Verkehrszeichenbrücken überzeugen durch ihre sehr hohe Qualität. Durch den Einsatz von Duplex-Systemen sind sie besonders langlebig. Dabei werden unsere Stahlbauteile vorab feuerverzinkt und nachträglich mehrfach beschichtet. Somit können wir die Korrosionsgefahr nahezu ausschließen, was die Lebensdauer der Verkehrszeichenbrücken erhöht. Unser internes Knowhow im Stahl- und Anlagenbau führt zu ausgeklügelten Lösungen, die Planungsund Ausführungsprozesse verbessern.

Stahlbau

 

Kurz zusammengefasst bieten unsere Verkehrszeichenbrücken:

■ Vielseitigkeit: Einsatz auf Autobahnen und mehrspurigen Innerortsstraßen

■ Flexibilität: anpassbar mit Sensortechnik, Zusatzausrüstung, Wartungsstegen und mehr

■ Qualität: konform mit ZTV-ING und hoher Qualitätsstandard

■ Schnelle Errichtung: kurze Montagezeiten

■ Komplette Lösung: Planung, Vormontage, Qualitätssicherung, Transport und Montage aus einer Hand

■ Nachhaltigkeit: Beitrag zur nachhaltigen Mobilität durch die Kombination von Beton und Stahlbau in unseren Produkten

"Autobahnsperrung, Standzeiten und damit verbundene Emissionen auf ein Minimum reduzieren!“

 

Verkehrszeichenbrücke