Sengenthal, 20.07.2026
Der Betonturm der weltweit höchsten Serien-Windenergieanlage an Land ist fertiggestellt. Die Anlage entsteht in Winnberg bei Sengenthal und wird eine Nabenhöhe von 199 Metern erreichen.
Hybridturm-System ermöglicht große Bauhöhen mit weitgehend standardisierten Fertigungs- und Montageprozessen
Die Max Bögl Wind AG hat einen weiteren Meilenstein beim Bau ihrer Windenergieanlage im Ortsteil Winnberg bei Sengenthal (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) erreicht. Der Betonturm der Anlage ist fertiggestellt. Mit einer geplanten Nabenhöhe von 199 Metern erreicht der Turm im Onshore-Bereich eine Weltrekordhöhe für Serien-Hybridtürme. Die Gesamthöhe von 285 Metern setzt neue Maßstäbe für den Windenergieanlagenbau mit einem weitgehend standardisierten, typengeprüften Serienturmkonzept.
Der fertiggestellte Betonturm macht die Dimensionen des Vorhabens nun erstmals sichtbar. Der Betonturm erreicht bereits eine Höhe von knapp 108 Metern und bildet die Grundlage für die spätere Nabenhöhe von 199 Metern. In den kommenden Bauabschnitten folgen die Montage der Stahlsektionen, der Gondel und des Rotors.
„Ein Turm dieser Größenordnung fordert das gesamte System: Konstruktion, Fertigung, Logistik und Montage greifen eng ineinander. Wir haben unser bewährtes Hybridturm-Baukastensystem gezielt weiterentwickelt und setzen große Bauhöhen in industriellen Prozessen zuverlässig um“, sagt Michael Bögl, Vorstand der Firmengruppe Max Bögl. „Das ist der entscheidende Schritt von der technischen Machbarkeit zur breiteren Anwendung.“
Weiterentwicklung eines bewährten Systems
Das Hybridturmsystem basiert auf dem langjährig erprobten Baukastenkonzept der Max Bögl Wind AG. Für die Anlage hat das Unternehmen ein neues Übergangsstück entwickelt und einzelne Turmringe konstruktiv angepasst. Das Grundprinzip des Systems bleibt erhalten. Der Großteil der Turmringe und Inneneinbauten stammt aus dem bestehenden Baukastensystem. Auch Fertigung und Montage folgen weitgehend standardisierten Abläufen.
Die serielle Fertigung bringt zentrale Vorteile für Projekte dieser Größenordnung: Sie ermöglicht wiederholbare Qualität, planbare Abläufe und bessere Skalierbarkeit für künftige Anlagen. Damit macht die Max Bögl Wind AG große Bauhöhen durch industrielle Fertigungs- und Montageprozesse möglich.
„Der Schlüssel liegt in der Skalierung. Wir übertragen die Erfahrungen aus unserem Baukastensystem auf eine größere Nabenhöhe, ohne das Turmkonzept grundlegend neu aufzusetzen“, sagt Thorsten Betz, Zentralbereichsleiter Engineering bei der Max Bögl Wind AG. „Der neue Adapter, die angepassten Turmringe und die standardisierten Abläufe ermöglichen eine zuverlässige Umsetzung im industriellen Maßstab.“
Nächste Bauphase bereits vorbereitet
In den kommenden Monaten folgen die Montage der oberen Stahlsegmente und die Installation der Großkomponenten. Die Max Bögl Wind AG plant die Inbetriebnahme der Anlage im Herbst 2026, die später direkt in das Werksnetz des naheliegenden Hauptwerks der Firmengruppe Max Bögl angebunden ist.
Mit dem Projekt baut die Max Bögl Wind AG ihre Position im Hybridturmbau weiter aus. Das weiterentwickelte Turmkonzept adressiert modernste Anlagengenerationen mit größeren Rotoren und höheren Leistungsanforderungen und eröffnet Einsatzpotenziale in Deutschland und weiteren europäischen Märkten.
Der Betonturm der weltweit höchsten Serien-Windenergieanlage an Land ist fertiggestellt. Die Anlage entsteht in Winnberg bei Sengenthal und wird eine Nabenhöhe von 199 Metern erreichen.
Bildnachweis: Firmengruppe Max Bögl / Florian Paul