Von Sengenthal in die weite Welt

 

Nachdem die mobile Fertigung bis März 2017 komplett in der Schlierferheide aufgebaut wurde, befindet sich das Werk seit April in der Testphase. Die für die Montage notwendigen Fertigteile wurden in ihren unterschiedlichen Geometrien produziert, um das mögliche Handling der Betonteile auszutesten. Gleichzeitig wurde auch die Halle selbst einer Kontrolle hinsichtlich ihrer Produktivität unterzogen.

 

Ziel war es, gegebenenfalls notwendige Optimierungsprozesse zu erkennen und in die Wege leiten zu können. Nach dieser ausgiebigen Testphase erfolgt in den Monaten Juli und August die Demontage der mobilen Fertigung an ihrem Standort.

 

 

Transport nach Thailand

Ab dem Sommer 2017 setzt das Werk nach Thailand um. LKWs bringen die mobile Fertigung in rund 250 Containern nach Nürnberg. Der anschließende Transport zum Hamburger Hafen erfolgt mit dem Zug. Von dort aus werden dann pro Woche rund 50 Container nach Laem Chabang, eine Hafenstadt nahe Bangkok, verschifft. Die restliche Strecke zum Standort Huai Bong wird erneut mit LKWs zurückgelegt. 

 

Spezifische Anforderungen

Die Mobilität der Anlage zeigt, welche Herausforderungen das System als innovatives Pilotprojekt mit sich bringt. Alle Bauteile, Maschinen und Anlagen waren im Vorfeld an die speziellen Anforderungen des Container- und Seetransports anzupassen. Hier werden bereits die Unterschiede zu einem stationären Werk deutlich, da die mobile Fertigung von Anfang an eine intensivere Organisation aller logistischen Abwicklungen erfordert. Eine präzise Taktplanung der Montage- und Demontagezeiten soll dabei für eine bestmögliche Auslastung des Werks sorgen.

 

 

Vorteile der mobilen Fertigung

Dennoch steht die weltweite Flexibilität als entscheidender Vorteil klar im Fokus. Die mobile Fertigung lässt sich weitgehend an länderspezifische Klimazonen anpassen. Der variable Fertigungsstandort der Betonfertigteile ermöglicht zudem erheblich kürzere Strecken vom Produktionsort zur Baustelle. Dies führt zu Zeiteinsparungen und zur Minimierung des Transportrisikos. Die Windkrafttürme sind dann "Made in Thailand".

 

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