Die Kunst, Brücken zu bauen

 

Wenn es um die Realisierung bautechnisch und architektonisch anspruchsvoller Brückenbauten geht, gehört Max Bögl zu den Großen der Branche. Die Aufgabe, ein scheinbar unüberwindliches Hindernis – ob Fluss oder Tal – zu überwinden, ist seit jeher Faszination und Herausforderung zugleich. Begleiten Sie die Brückenbauspezialisten der Firmengruppe auf einem Streifzug durch modernste Ingenieurbau-kunst mit neuesten Bautechniken.

 

 

 

Filstalbrücke

Im Zuge des Albaufstiegstunnels der NBS Wendlingen–Ulm überquert die Strecke zwischen Boßlertunnel und Steinbühltunnel auf zwei parallelen, eingleisigen Brücken mit 472 bzw. 485 Metern Länge das Tal der Fils. Deutschlands dritthöchstes Eisenbahnbrückenbauwerk mit einer Höhe von knapp 85 Metern wird als semi-integrale Spannbetonbrücke mit y-förmig ausgebildeten Stützen ausgeführt. Im Bereich der Filsaue beträgt die Stützweite rund 150 Meter.

 

 

Lahntalbrücke

Seit Dezember 2016 überspannt der 450 Meter lange Ersatzneubau der alten Lahntalbrücke (1965–2016) auf der BAB 3 bei Limburg auf paarweise angeordneten Stahlbetonrundstützen das Flusstal der Lahn in über 60 Metern Höhe. Bemerkenswert ist die Erstellung der zwei getrennten semiintegralen Überbauten mit je zwei Hohlkastenquerschnitten im Freivorbauverfahren. Massive Hilfspfeiler zur Stabilisierung der Überbauten wurden nach Fertigstellung des ersten Überbaus paarweise querverschoben und für die Herstellung des zweiten Überbaus nochmals eingesetzt.

 

 

Aurachtalbrücke

Mit bis zu 160 km/h überqueren die Züge auf der stark frequentierten Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg bei Emskirchen in 40 Metern Höhe das Aurachtal. Der Neubau der filigranen Spannbetonbrücke mit 530 Metern Spannweite, verteilt über zehn Felder, wurde mittels Vorschubrüstung erstellt. Das Besondere: Bei der Ausführung in semiintegraler Bauweise wurde der komplette Überbau monolithisch mit den Pfeilern verbunden.

 

 

Aftetalbrücke

Die 785 Meter lange Stahlverbundbrücke, die in knapp 70 Metern Höhe auf ihren sich nach oben hin verjüngenden Pfeilern das Aftetal überspannt, ist das Herzstück der Ortsumgehung von Bad Wünnenberg. Der trapezförmige Stahlüberbau wird über sieben Felder eingeschoben, die Fahrbahnplatte im Anschluss im Pilgerschrittverfahren erstellt. Die Herausforderung: große Spannweiten von bis zu 120 Metern und ein schlanker Überbauquerschnitt.

 

 

Neckarbrücke

Im Zuge des Projekts Stuttgart 21 sollen zukünftig über den Neubau der rund 345 Meter langen Neckarbrücke in Stuttgart-Bad Cannstatt die Züge der S-Bahn und Fernbahn auf vier parallelen Gleisen rollen. Die moderne Stahlverbundbrücke mit ihren charakteristischen Stahlsegeln ersetzt die bestehende viergleisige Rosensteinbrücke, die südlich des neuen Bauwerks steht.

 

 

Neufahrner Spange

Mit dem Bau der "Neufahrner Kurve", einer rund 2,3 Kilometer langen Verbindungsspange zwischen der S-Bahn-Strecke Neufahrn–Flughafen und der Bahnstrecke Freising–Landshut, soll der ostbayerische Raum besser an den Münchener Flughafen angebunden werden. Herzstück neben den beiden Überwerfungsbauwerken ist eine aus 30 Stahlkästen bestehende Brückenkonstruktion über die BAB 92.