NürnbergMesse glänzt mit Weltarchitektur

 

Die NürnbergMesse schreibt an einem weiteren großen Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Was 2014 mit der Einweihung der Halle 3A begann, findet Ende 2018 mit der Fertigstellung des Neubaus der Halle 3C seine vorläufige Vollendung. Zukünftig prägt dann nicht nur im Südosten, sondern auch im Südwesten die visionäre Architektur von Zaha Hadid das Messeareal der Frankenmetropole.

 

 

 

Modern und funktional: Mit der neuen Halle 3C setzen Zaha Hadid Architects das markante triangulare Tragwerk ihres architektonischen Zwillings, der Halle 3A, fort – jedoch in weitaus größeren Dimensionen. Statt 95 Meter Länge wird das im Grundriss trapezförmige Ausstellungsgebäude, das unverkennbar die Handschrift der 2016 verstorbenen Stararchitektin und Pritzker-Preis-Trägerin trägt, bis zu 145 Meter lang – bei gleichbleibender Breite von 85 Metern. Die 10.200 Quadratmeter große Dachkonstruktion fällt mit einer Neigung von vier Grad von 20 Metern Höhe auf 13 Meter nach Süden hin ab. Diese leichte Dachneigung bietet neben akustischen vor allem thermische und energetische Vorteile. Bis zum Boden reichende Glasfassaden an der Südseite der Messehalle lassen viel Tageslicht in den gewaltigen Innenraum mit rund 9.600 Quadratmetern Ausstellungfläche fluten.

 

Visionäres Design in der Frankenmetropole

Seit dem Spatenstich im April 2016 baut Max Bögl maßgeblich an der Messezukunft für Nürnberg mit. Die für die komplexen Rohbau- und Stahlbauarbeiten beauftragte Firmengruppe wiederholt damit, wie bei den Vorgängerbauten 3A und 4A, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bauherrn NürnbergMesse. Durch den Bau der Halle 3C entsteht nicht nur ein weiterer architektonischer Meilenstein, der noch mehr Besucher und Aussteller in die Metropolregion locken soll. Der Neubau soll auch als "Pufferhalle" dienen, um wegfallende Ausstellungsflächen bei zukünftigen Sanierungen der bis zu 40 Jahre alten Bestandshallen zu kompensieren.

 

 

Präzisionseinhub der stählernen Dreigurtbinder

Der gewaltige Innenraum des extravaganten Eckgebäudes ist geprägt von wellenförmigen Trägern im Bereich des stählernen Raumfachwerk-Binder-Dachtragwerkes. Bis zu vier Meter hohe Dreigurtbinder mit sich aufweitenden und verschwenkenden Untergurten überspannen stützenfrei die gesamte Hallenbreite. Aufgrund ihrer gewaltigen Dimensionen wurden die imposanten Dreigurtbinder ausschließlich nachts mit eigenen Spezialfahrzeugen auf die Baustelle transportiert. Die 3D-basierte Werk- und Montageplanung sowie die Fertigung der Großsegmente im Stahlbauwerk am Hauptsitz Sengenthal stellten eine besondere Herausforderung an die Stahlbauexperten von Max Bögl.

 

Baumstützen mit markanter Fächerstruktur

Auf der Baustelle sorgten zwei Mobilkrane im Tandemhub dafür, dass selbst die größten Stahlbinder mit bis zu 50 Tonnen Gewicht präzise eingehoben und sicher auf den Außenstützen verankert wurden. Diese nach oben hin spitzbogig zusammenlaufenden Stahlstützen, die mit ihren aufgefächerten Aststrukturen quasi wie Baumkronen aus dem Innenraum herauswachsen, bilden das architektonische Highlight der Messehalle. Gefertigt werden die stählernen "Baumstützen" in einem aufwendigen Verfahren ebenfalls im Stahlbauwerk der Firmengruppe.

 

 

Weiterer Meilenstein der Stahlbaumontage

Bis zur Fertigstellung Ende 2018 werden unter anderem rund 2.300 Tonnen Stahl und 3.000 Quadratmeter Glas in der bautechnisch anspruchsvollen Halle 3C verbaut. Derzeit folgt der herausfordernde Teil der Bauaufgabe im Bereich der schräg verlaufenden Westfassade mit den in Halle 3A noch nicht verbauten "Schiffsbugträgern". Dabei handelt es sich um nach Süden hin verjüngende Dreigurtbinder, deren Unter- und Obergurte sich in einem gemeinsamen Punkt in der Obergurtebene treffen. Im Oktober dieses Jahres soll die Hauptmontage der Stahlkonstruktion abgeschlossen sein.