Ersteinsatz der FF Bögl in Israel

 

Auf der historischen Bahnroute von Tel Aviv nach Jerusalem, die auf die osmanische Zeit zurückgeht, dauert die Fahrt heute eineinhalb Stunden. Ab Mitte 2018 sollen moderne Hightech-Züge auf Israels erster Hochgeschwindigkeitsstrecke die Fahrzeit zwischen den beiden größten Metropolen auf ein Drittel verkürzen.

 

In Ergänzung zur bestehenden, eingleisigen Bahnstrecke Jaffa–Jerusalem nähert sich das größte Infrastrukturprojekt des Landes nach Baubeginn im Jahr 2001 seiner Fertigstellung. Die neue, zweigleisig elektrifizierte Bahnlinie führt in 30 Minuten von Tel Aviv aus über den internationalen Flughafen Ben Gurion nach Jerusalem. Für hohen Fahrkomfort und Sicherheit auf der rund 56 Kilometer langen Trasse sorgt in mehreren Baulosen die Feste Fahrbahn Bögl.

 

 

Fertigung und Einbau von rund 7.000 Gleistragplatten

Den Auftrag für die Produktion und den Einbau des Systems FF Bögl, darunter in Tunneln, auf Brücken und im neu entstehenden unterirdischen Bahnhof in Jerusalem, erhielt Max Bögl zusammen mit Electra Ltd. Im Zuge dieses Großprojektes wurde eine bereits bestehende Produktionsstätte für Tübbings für die Herstellung der Gleistragplatten bis Ende 2015 planmäßig umgerüstet. Nach einem anschließenden zweimonatigen Probebetrieb konnte im März 2016 die Serienproduktion der rund 7.000 Gleistragplatten aufgenommen werden. Die Fertigung der Platten soll voraussichtlich bis Oktober 2017 abgeschlossen sein.

 

Nach Herstellen der Einbauvoraussetzungen durch den israelischen Partner Electra Ltd. wurde die Feste Fahrbahn Bögl zwischen Oktober 2016 und Februar 2017 in einem ersten 3,2 Kilometer langen Teilabschnitt verlegt. Nach derzeitigem Planungsstand wird der Einbau der Festen Fahrbahn Bögl bis zur Gesamtfertigstellung einschließlich der Schienenmontage bis Mitte 2018 dauern.