Planungsfehler vermeiden, Kalkulationsrisiken vermindern

 

Vorausschauend planen und nachhaltig bauen – Ziele, die bei Max Bögl durch "Building Information Modeling", kurz BIM, unterstützt werden. Die Abteilung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Projektteams von Beginn an in der Anwendung von BIM zu unterstützen. BIM wird bei Max Bögl seit über einem Jahrzehnt entwickelt und angewandt. Nach langjähriger Erfahrung sind viele Anwendungen bereits etabliert. Unter der Leitung von Alexander Kropp begleitet ein Team von sieben erfahrenen BIM-Experten Fachbereiche bei der Anwendung von BIM-Prozessen von der Akquise bis zur Ausführung. Ziel für 2016 ist es, die einzelnen Abteilungen innerhalb der Firmengruppe soweit zu unterstützen, dass BIM-Methoden zur Routine werden – insbesondere in den Bereichen Arbeitsvorbereitung, Termincontrolling und Qualitätssicherung.

 

 

 

BIM zunehmend gefordert

 

Foto: Reinhard Mederer

Die Niederlande, Dänemark, England, die USA und andere Länder arbeiten bereits seit Jahren mit BIM und haben entsprechende staatliche Richtlinien erstellt. Bis zu 20 Prozent Kostenersparnis sowie eine vielfach höhere Kostensicherheit sind die Erwartungen in Großbritannien. Die Verwendung von BIM-Methoden wird dabei für öffentliche Auftraggeber ab 2016 verpflichtend. Ziel ist nicht nur die verbesserte Kostensicherheit für Staat und Bürger, sondern auch eine transparente Bauabwicklung in allen Phasen. In Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Der BIM-Stufenplan des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sieht eine Ausarbeitung von Richtlinien innerhalb der nächsten vier Jahre und dessen Verpflichtung ab 2020 vor. Auch private Auftraggeber wie die Deutsche Bahn, Adidas oder Siemens fordern bereits heute BIM-Methoden in den Bereichen Planung, Ausführung und Erhaltung. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt auf der Hand: BIM-Anwendungen und BIM-Modelle mit entsprechenden Inhalten erleichtern nicht nur die Planung und das Controlling, sondern auch die spätere Bewirtschaftung durch das Facility-Management.


 

Wettbewerbsvorteil für Max Bögl

 

Foto: Firmengruppe Max Bögl

In Deutschland gehört unsere Firmengruppe zu den Vorreitern im Bereich Building Information Modeling. Zahlreiche Anfragen zu Interviews und Vorträgen sowie Auszeichnungen wie der Tekla BIM Award (Biomasse-Heizkraftwerk am Hauptsitz Sengenthal) oder aktuell der Tekla DACH BIM Award (Stadtquartier "NeuerMarkt") zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zu den Standards gehört neben der Bauablaufvisualisierung auch die modellgestützte Massenermittlung für Großprojekte. Mithilfe dieser Methoden lassen sich Planungsfehler vermeiden und Kalkulationsrisiken vermindern. Zusätzlich können wir den Bauherren bereits jetzt umfangreiche Lösungen mit BIM-Methoden anbieten. Damit verschaffen wir uns einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern, die erst allmählich beginnen, BIM-Methoden zu entwickeln. "Diesen Vorsprung gilt es, in der Praxis weiter auszubauen", bringt es Abteilungsleiter Alexander Kropp auf den Punkt.


 

Ziele für das Jahr 2016

 

Foto: Reinhard Mederer

Unsere Ziele für das kommende Jahr sind vielseitig. Ein Schwerpunkt liegt in der Optimierung und standardmäßigen Einführung unserer aktuellen BIM-Methoden. Dazu arbeiten wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn und anderen Auftraggebern an mehreren Pilotprojekten, um Prozesse gemeinsam zu optimieren. Das Wissen, wie Arbeitsabläufe funktionieren und wo es Probleme gibt, haben die Projektteams vor Ort. Eine der Hauptaufgaben wird daher die Einbindung der Mitarbeiter sein, um gemeinsam sinnvolle Verbesserungen zu erarbeiten. Die Kollegen werden also nicht nur geschult, sondern auch in die Planung von Arbeitsabläufen integriert. So lernen wir gemeinsam mit den Projektteams dazu.