Generalsanierung von Münchner Gymnasien

13.06.2019

Altehrwürdig, aber sanierungsbedürftig.

Die wachsende Bevölkerung, die Ganztagesbetreuung sowie die Wiedereinführung des G9 an den Gymnasien veranlasste die Stadt München, im Rahmen der Schulbauoffensive ein umfangreiches Ausbauprogramm bis zum Jahr 2030 aufzulegen. Neben Neubauten von unterschiedlichen Schultypen müssen auch Lehranstalten instand gesetzt und erweitert werden.

 

Generalsanierung von Münchner Gymnasien

 

Nahe der Münchner Freiheit im Stadtteil Schwabing plant die Landeshauptstadt die Generalinstandsetzung und Erweiterung des Oskar-von-Miller-Gymnasiums und des Maximiliansgymnasiums. Beide wurden vor dem 1. Weltkrieg gebaut und teilen sich einen hufeisenförmigen Gebäudekomplex. Nach dem 2. Weltkrieg musste das altehrwürdige Schulgebäude wiederaufgebaut und Ende der 1970er-Jahre umfassend renoviert werden.

 

Bauen in historischem Ambiente

Unter Wahrung der historischen Bausubstanz wird in den nächsten vier Jahren die technische Gebäudeausrüstung ebenso erneuert wie das gesamte statische Tragsystem des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes. Zu den Herausforderungen gehören der Austausch von Decken, der Einbau einer neuen Dachkonstruktion sowie die Ertüchtigung der Gründung durch Unterfangungen. Darüber hinaus wird der Innenhof durch Einbau einer unterirdischen Turnhalle und Errichtung eines Erweiterungsbaus als Fachklassentrakt einer maximalen Nutzung zugeführt.

 

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Foto: Michael Stibitz

 

Komplexe Verbauarbeiten

Als technischer Federführer in Arge wurde die Firmengruppe Max Bögl mit umfangreichen Spezialtiefbau-, Wasserhaltungs- und Erdarbeiten beauftragt. Die Hauptgewerke sind Düsenstrahl- und Großbohrpfahlarbeiten. Mittels Düsenstrahlverfahren wird für den Neubau einer unterirdischen Lüftungszentrale eine rückverankerte Baugrube mit Aussteifungssohle in der ehemaligen Turnhalle hergestellt. Mit dieser Technik werden auch die Streifenfundamente der Gebäudeflügel sowie der Kopfbauten beider Gymnasien unterfangen. Die Neubauten der Turnhalle und des Erweiterungsbaus erfolgen in Baugruben, die von einfach rückverankerten, überschnittenen Pfahlwänden umgeben sind. Die anstehenden Grundwasserstockwerke erfordern in Verbindung mit der Tiefenlage der Turnhalle eine Auftriebssicherung mit Mikropfählen und eine Grundwasserabsenkung.

 

Dreischichtiger Baugrubenaushub

Vorauslaufende Kampfmittelsondierungen, zusätzliche temporäre Stahlträgerverbauten mit Holzausfachung, Niederdruckinjektionsarbeiten und diverse Stahlträgerrahmen sind in den Arbeitsprozess einzugliedern. Ergänzt werden die Spezialtiefbaugewerke durch den Aushub des dreischichtigen Baugrundes aus Auffüllung, quartären Kiesen sowie tertiären Tonen/Schluffen und Sanden. Der Aushub wird nach eingehender Analyse einer qualifizierten, nachgewiesenen Entsorgung zugeführt. Die Bauzeit für die komplexen Sanierungsarbeiten erstreckt sich von September 2018 bis November 2020 – mit einer Kernbauzeit zwischen Oktober 2018 und Mai 2020.

 

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