IM FOKUS

Schnellfahrstrecke Berlin–München

25 Jahre für vier Stunden

 

Über zehn Milliarden Euro Baukosten, 25 Jahre Planungs- und Bauzeit: Mit der Eröffnung von Europas größtem und teuerstem Bahnprojekt, der Schnellfahrstrecke Berlin–München, rückt Deutschland seit Ende letzten Jahres näher zusammen. Dank einer Rekordreisezeit von knapp unter vier Stunden, von Innenstadt zu Innenstadt, will die Deutsche Bahn Reisende begeistern und zum Umsteigen vom Flugzeug in den Zug bewegen.

 

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Brückensanierung in zwei Akten
05.10.2015

Brückensanierung in zwei Akten

Ersatzneubau der Talbrücke Exterheide

Noch befindet sich der sechsstreifige Ausbau der BAB 1 zwischen der Anschlussstelle Lengerich und dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück in der Planfeststellungsphase. Doch bereits im Sommer 2015 begann der Abriss von drei sanierungsbedürftigen Talbrücken inklusive deren Neubau mit je drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung. Bei der Errichtung des mit 430 Metern längsten Bauwerks, der Talbrücke Exterheide, setzt Nordrhein-Westfalen auf die Brückenbaukompetenz von Max Bögl. Auf einer Gesamtbaustrecke von knapp zwei Kilometern werden in den nächsten 30 Monaten die Ersatzneubauten der Talbrücken Habichtswald, Smanforde und Exterheide im Auftrag des Landesbetriebes Straßenbau NRW realisiert. 63 Millionen Euro aus dem Ersatzbauwerke-Programm des Bundes stehen dafür zur Verfügung.

Die knapp 50 Jahre alte Talbrücke Exterheide nahe der Stadt Tecklenburg ist – wie ihre beiden kürzeren Brückenpendants – eine Spannbetonbalkenbrücke mit je zwei getrennten Überbauten und dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Nach dem Abbruch der ersten Hälfte des Bestandsbauwerks entsteht zuerst das neue Brückenstück mit je drei Fahrstreifen und einem Standstreifen, bestehend aus einem einzelligen Hohlkasten mit externen Spanngliedern. Nach dessen Verkehrsfreigabe und -umlegung wird die andere Hälfte des alten Bauwerks abgebrochen und durch den baugleichen zweiten Brückenneubau ersetzt. Für die Herstellung beider Überbauten kommt eine Vorschubrüstung zum Einsatz. Zur Abfangung der nordöstlichen Widerlagerböschung gegenüber dem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg "Exterheider Damm" ist zudem eine 60 Meter lange Gabionenstützwand zu errichten.