Betriebsversammlung 2018 bei Max Bögl

05.02.2018

Auf Veränderungen schnell reagiert. Neue Märkte, neue Chancen: Nach den veränderten politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Wind galt es für die Firmengruppe Max Bögl zu handeln. Betriebsrat, Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender berichteten bei der Betriebsversammlung in der großen Jurahalle in Neumarkt vom Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs – und gaben einen Ausblick in die Zukunft, in der die Megatrends Urbanisierung, Mobilität, Energie und Digitalisierung die zentrale Rolle spielen.

Betriebsversammlung 2018 bei Max Bögl

 

Traditionell kommen zu Beginn des Jahres Gesellschafter und Vorstand der Firmengruppe sowie Gastredner aus Politik und Gewerkschaft zusammen, wenn der Betriebsrat zur größten Firmenveranstaltung einlädt. Karin Hammerl-Ranftl, stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende, führte in diesem Jahr allein durch die Veranstaltung: Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ernst Kanzler ließ sich – ebenso wie Oberbürgermeister Thomas Thumann und Gesellschafter Max Bögl – erkrankt entschuldigen. Gemeinsam mit Gesellschafter Johann Bögl und Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl ließ Karin Hammerl-Ranftl das vergangene Jahr Revue passieren und stimmte die Belegschaft, die "Bögler", auf die kommenden Herausforderungen ein. Wie Landrat Willibald Gailler, Bürgermeister Albert Löhner und Stefan Kratzer, stellvertretender Bürgermeister von Sengenthal, betonten, ist Max Bögl nicht nur einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region, sondern vor allem ein Vorreiter darin, sich weiterzuentwickeln – weg vom reinen Bauunternehmen, hin zu m Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Auch Staatssekretär Albert Füracker lobte die Innovationskraft von Max Bögl: "Ich habe großen Respekt vor den Leistungen, die täglich am Hauptsitz in Sengenthal, an allen anderen Standorten und auf allen Baustellen zusammen vollbracht werden."

Gemeinsam das Wohl der Mitarbeiter im Auge behalten

Für den Betriebsrat der Firmengruppe haben Themen wie fairer Lohn und Gehalt, akzeptable Arbeitszeiten oder die Sicherheit von Arbeitsplätzen höchste Priorität. Begleitend dazu stellte IG BAU-Bundesvorstand Carsten in seiner Rede die Forderungen der anstehenden Tarifverhandlungen im Bau vor. Dabei gehe es darum, den Bau-Beschäftigten ihren Anteil am Erfolg der Branche zu geben. Die Tarifverhandlungen beginnen Anfang Februar in Wiesbaden, des Weiteren begleitet er als neuer Verhandlungsführer auch die Haustarifverhandlungen bei Max Bögl. Über das Motto "Gute Arbeit. Fairer Lohn" hinaus spielen für Karin Hammerl-Ranftl auch andere Aspekte eine zunehmend wichtige Rolle: Zum einen gehe es um die Globalisierung, die den multinationalen Konzern ebenso betrifft wie den mittelständischen Familienbetrieb. Schließlich sitzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Max Bögl nicht mehr nur in der Nachbarstadt, sondern auch auf der anderen Seite des Globus. Zum anderen zwingen moderne Kommunikationsmittel, allen voran das Internet, zu immer schnelleren und immer weiter reichenden Entscheidungen. Dazu kommt die Digitalisierung der Arbeitswelt. In kaum einer Branche genüge es noch, einfach nur kräftig anpacken zu können. Nahezu überall ergänzen heute Computer und Smartphones das über Jahre erworbene fachliche Können und die solide Ausbildung. In diesem Umfeld gelte es für die Betriebsräte um Karin Hammerl-Ranftl insbesondere darauf zu achten, dass trotz Einsatzes neuester Technologien die Interessen und das Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewahrt bleiben.

Gemeinsam für mehr Sicherheit auf Baustellen sorgen

Großes übergreifendes Thema, das Hauptredner Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der BG BAU, ansprach, war die Arbeitssicherheit und die steigende Zahl an Unfällen. Bergmann berichtete von insgesamt 104.000 Unfällen auf deutschen Baustellen im vergangenen Jahr und den damit verbundenen Entschädigungsbeiträgen in Höhe von 1,6 Mrd. Euro. Auf den Baustellen herrsche nach wie vor eine "Das haben wir schon immer so gemacht"-Mentalität, mahnte er. Die vorhandene Schutzausrüstung werde noch viel zu wenig angelegt. Dazu kämen Zeitdruck und eine dadurch verringerte Achtsamkeit – kein Wunder, dass ein Großteil der Unfälle bei vergleichsweise ungefährlichen Tätigkeiten geschieht. Hier gilt es, an einem Strang zu ziehen: Schon seit Jahren bietet Max Bögl deshalb präventive Konzepte in Form von regelmäßigen Schulungen, Unterweisungen und praktischen Übungen an. Sowohl Vorstand als auch Betriebsrat um Karin Hammerl-Ranftl forderten besonders die Führungskräfte auf, das Anlegen der Schutzausrüstungen noch stärker zu kontrollieren und appellierten an jeden einzelnen, aufmerksamer zu sein.

Gemeinsam Herausforderungen angehen

Wie Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl in seinem Geschäftsbericht betonte, sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen – trotz des Absatzeinbruchs in der Windindustrie – stabil. "Insgesamt können wir sehr positiv in die Zukunft blicken. Wir sehen in allen Baubereichen steigende Nachfrage und haben uns mit eigenen Lösungen und Produkten für die Megatrends wie Urbanisierung, Mobilität, Energie und Digitalisierung gut aufgestellt". Das zeigen die positive Umsatzentwicklung auf über 1,7 Mrd. € und das Belegschaftswachstum auf rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 276 Auszubildende sowie die zahlreichen repräsentativen Projekte des letzten Jahres, darunter das adidas HALFTIME Herzogenaurach, der Neubau der Messehalle 12 in Frankfurt am Main und die Inbetriebnahme der weltweit größten Windenergieanlagen der Wasserbatterie in Gaildorf. Auch für 2018 rechne man in der gesamten Bauindustrie mit einem weiteren Wachstum. Um die Effizienz des Unternehmens zu steigern und die Zusammenarbeit zu verbessern, wurden zahlreiche Programme beschlossen, die es jetzt umzusetzen gilt. Allem voran steht der KVP: der kontinuierliche Verbesserungsprozess. "Damit wollen wir die Ideen, die im Unternehmen und vor allem in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stecken, stärker in die Verbesserung der Qualität, aber auch zur Optimierung der Kosten und Prozesse lenken", so Stefan Bögl. Außerdem wurde im vergangenen Jahr begonnen, Lean-Methoden anzuwenden und damit einhergehend eine Regelkommunikation und eine wöchentliche Leistungsverfolgung einzuführen. Gerade im Bereich Lean- und Prozessmanagement sieht der Betriebsrat für die Auszubildenden bei Max Bögl große Chancen. Dazu wurde mit Vorstand Michael Bögl und der Personalentwicklung ein Konzept zur Integration der Azubis ausgearbeitet. Der Appell der Jugend- und Auszubildendenvorsitzenden Vanessa Landbrecht an alle Projektbeteiligten bei Max Bögl fällt hierzu eindeutig aus: "Ihre Unterstützung und Ihr Wissen sind der Grundstein für eine qualitative Ausbildung und die erfolgreiche Integration aller Auszubildenden in den Gesamtprozess."

Gemeinsam in die Zukunft blicken

Selbstverständlich waren auch die neuen Rahmenbedingungen des EEG ein großes Thema der Betriebsversammlung. "Aufgrund einiger massiv falsch formulierter Gesetzespassagen erlebten wir Ende 2017 einen Quasi-Zusammenbruch des deutschen Windmarktes", so Gesellschafter Johann Bögl. Dennoch gelang es dem Vorstand in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, schnelle Lösungen zu finden und auf diese Weise Massenentlassungen zu umgehen. Und obwohl die Prognosen für 2019 – laut aktuellem Sondierungspapier – gut stehen, ist die Firmengruppe nicht untätig und denkt intensiv auch in anderen Projekten: Mit der Inbetriebnahme des mobilen Werkes in Thailand geht das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung. Die begonnene Vermarktung des Transportsystem Bögl – kurz TSB – und die Realisierung der "Baufabrik" in Bachhausen für den modularen Wohnungsbau tragen außerdem der Urbanisierung Rechnung. Die Weichen für 2018 sind also gestellt. Jetzt heißt es: Helme aufsetzen – und loslegen. Gesellschafter, Vorstandsvorsitzender und Betriebsrat bedankten sich bei den Mitarbeiterin nen und Mitarbeitern für die Leistung und den Einsatz und wünschten ein unfallfreies Baujahr 2018.

 

Kontakt:

Jürgen Kotzbauer
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 9181-909-10712
Mail: jkotzbauer@max-boegl.de

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